Schule
Betriebswirtschaft
Sei am Tage mit Lust bei den Geschäften,
aber mache nur solche, dass Du des Nachts auch gut schlafen kannst.
(Thomas Mann)
Die unternehmerische Ausbildung umfasst die Fächer Arbeitsvorbereitung, Betriebswirtschaft, Rechnungswesen und Kalkulation. Sie werden von Alfred Neugebauer und Rudolf Porzelt unterrichtet.
Eine Schwierigkeit auf dem Weg zum erfolgreichen Unternehmertum besteht darin, dass der Schreiner sich vor allem als Handwerker sieht und nicht als Kalkulator und Organisator. Er fertigt Schreibtische, aber daran zu arbeiten liegt ihm nicht. Nur wenige Meisterschüler bringen betriebswirtschaftliche Vorkenntnisse mit, viele hingegen Vorurteile aus dem Elternhaus oder aus dem Betrieb.
Die durchschnittlichen Gewinne der Schreinereien sind nach dem Bundesbetriebsvergleich, den der Bundesverband Holz und Kunststoff durchführt, nicht sehr beeindruckend. Nur wenige Unternehmen erzielen gute Gewinne, wie es die Praxis zeigt. Vielleicht müssen sich mehr Handwerker zu eigen machen, was Henry Ford gesagt hat: „Es ist meistens sinnvoller, eine Stunde über Geld nachzudenken, als einen Monat dafür zu arbeiten.“ Wesentlich ist, dass die Meisterschüler lernen, mit kaufmännischen Instrumenten richtig umzugehen, sie später anzuwenden und die notwendigen Schlüsse zu ziehen. Die Absolventen sollen im eigentlichen Sinne des Wortes Unternehmer werden und nicht Unterlasser bleiben.
Finanzierungsplan
Auch ein Unternehmer braucht Hilfen. Überprüfungen belegen, dass 70% der Betriebe falsch finanziert sind. Um dem vorzubeugen, werden in Handlungsfeld „Finanzierung“ Finanzierungspläne erstellt, Finanzquellen und Wege aufgezeichnet.
Finanzierungs-Checkliste
Ein Vergleich der Finanz-Angebote ist anhand einer Checkliste möglich. Hierdurch können Fallen der Anbieter entdeckt werden, die Zusatzkosten verursachen.
Finanzplan
Damit im Laufe des Geschäftsjahres der Überblick nicht verloren geht, wird ein Finanzplan vorgestellt. In einer Semesterarbeit wurde dieser Plan als Excel-Datei erstellt und optimiert.
Steuerlehre
Wer zahlt schon gerne Steuern? Ein Unternehmer muss wissen, dass Steuerzahlungen zum Geschäft gehören. Wer keine Steuern zahlt, hat in der Regel auch keinen Gewinn – aber ohne Gewinn läuft nichts. Deshalb zahlen Eberner Absolventen gerne Steuern – aber nicht zuviel – das wird in „Steuerlehre“ erarbeitet.
Deckungsbeitragsrechnung
Die Kosten des Betriebs zu kennen ist unabdingbar zum Kalkulieren, um die nötigen Preise zu erlangen oder die Kosten auf das richtige Maß zu senken. Die Deckungsbeitragsrechnung hilft dabei.
AVBO
Im Fach Arbeitsvorbereitung findet das Lehrbuch „Arbeitsvorbereitung und Betriebsorganisation für Schreiner“ Einsatz. Die Verfasser sind Lehrer an Fachschulen und Mitglieder von Meisterprüfungskommissionen.
Buchführung
Der Jahresabschluss einer Schreinerei ist wie ein Buch, an dem ein Jahr geschrieben wird und mit Erfolg enden muss. Schwarz auf weiß legt die Gewinn- und Verlust-Rechnung (G+V) das Ergebnis vor, das dann zu analysieren ist.
Im Unterricht wird das Fachbuch von G. Ligniez eingesetzt.








