Neue Ruhebänke an Aussichtspunkten in den Haßbergen

Die Region der Gemeindeallianz „Main und Haßberge“, zu der die Gemeinden Königsberg, Haßfurt, Theres, Gädheim und Wonfurt gehören, verfügt über viele wundervolle Sehenswürdigkeiten. Damit diese auch betrachtet und zur Vergnügung genutzt werden können, hat die Allianz Main und Haßberge vergangenes Jahr neue Aussichtspunkte, auch unter Berücksichtigung von bereits vorhandenen Wander- und Radwegenetze, gesucht und gefunden. Um diese Aussichtspunkte besonders zu gestalten und in Ruhe genießen zu können, wurden Ruhebänke in Kooperation mit der Meisterschule für Schreinerhandwerk in Ebern entworfen. 2019 wurde mit dem Projekt auf Anfrage der Allianz begonnen. Die Meisterschule legte dem Vorstand der Allianz 18 Entwürfe vor, von denen drei Entwürfe final ausgewählt wurden. Das waren die Zeichnungen von Christoph Schwarz, Dominik Schäfer und Samuel Schiessl. Nachdem die Bürgermeister diese drei favorisierten Modelle ausgewählt hatten, wurde bisher der Entwurf von Dominik Schäfer in den Möbelwerkstätten Rottmann in Oberschleichach in die Tat umgesetzt. In diesem Jahr werden weitere Bänke folgen, welche auf den Zeichnungen von Schwarz und Schiessl beruhen. Die Zeichnungen für die Bänke wurden von der Meisterschule entwickelt. Bei einem Fototermin auf der „Wart“ bei Königsberg, von wo aus sich eine tolle Aussicht mit einer großartigen Weitsicht bis hinein in die Rhön bietet, konnten sich am Freitagnachmittag Bürgermeister Peter Kraus aus Gädheim, Bürgermeister Matthias Schneider aus Theres und Bürgermeister Claus Bittenbrünn aus Königsberg, sowie Dominik Schäfer und Christoph Schwarz, zusammen mit Stefan Andritschke, dem Fachlehrer für Gestaltung, Konstruktion, CAD und Stilkunde an der Meisterschule für Schreinerhandwerk Ebern und Nina Streng, die Allianzmanagerin der Allianz Main und Haßberge selbst von einem tollen Ergebnis des Projektes bei der offiziellen Übergabe und Aufstellung einer Ruhebank überzeugen.

 

 

Die Meisterschule Ebern auf den Coburger Designtagen 2021

Die gute Zusammenarbeit mit dem Coburger Designforum Oberfranken wird weitergeführt: im Rahmen der Coburger Designtage 2021 präsentiert sich die Meisterschule Ebern in der Sonderschau „Wege zum Design“ in der Coburger Markthalle am Albertsplatz.

Alle wichtigen Informationen und 3d-Rundgänge finden Sie auf den Internetseiten der Coburger Designtage: https://2021.coburger-designtage.de/markt_regionaler_innovation/

 

Meisterschüler glänzen beim REHAU-Gestaltungswettbewerb

20 angehende Schreinermeisterinnen und -meister des Kursus 71 haben am Gestaltungs-Wettbewerb teilgenommen, den die Firma REHAU in Kooperation mit der Meisterschule im unterfränkischen Ebern ausgelobt hat. Die Fach- und Führungskräfte der Schreinerbranche von morgen konnten ihre Kreativität, Präsentationsfähigkeiten und ihr handwerkliches Können gleichermaßen unter Beweis stellen.

Einen großen Anteil im Unterrichtsfach Gestaltung nehmen die Grundlagen der Gestaltung und die Konstruktion in Anspruch. Dazu zählt auch das Freihandzeichnen, die Form- und Farbenlehre, das räumliche Darstellen und das Entwerfen von Möbeln, Innenräumen und Bauelementen. Die Idee, dies mit einem Gestaltungswettbewerb zu verbinden, wurde von allen Seiten begrüßt: Die Schülerinnen und Schüler hatten eine konkrete Aufgabenstellung, die Ausbilder Zugang zu neuen Werkstoffen und REHAU das Feedback, dass seine Materialien mit den traditionellen Materialien des Schreinerhandwerks durchaus kreativ kombiniert werden können.

Für die Entwurfsfindung standen drei Themen zur Wahl:

  • Stehen und Arbeiten im Homeoffice
  • 1 + 1 = 3 – zwei Elemente, drei Funktionen
  • Taschenentleerer / Flurmöbel

Gefragt war ein mobiles und freistehendes Möbelstück aus REHAU Oberflächenmaterialien, kombiniert mit allen im Schreinerhandwerk üblichen Materialien, das innerhalb von 40 Werkstattstunden gebaut werden sollte.

Acht Schulwochen nach dem Startschuss und kurz vor dem ersten Lockdown durften die Schülerinnen und Schüler ihre Entwürfe und Modelle einer Jury aus Lehrkräften und REHAU Mitarbeitern präsentieren. Pro Themengebiet gab es jeweils einen Gewinner. Die drei Gewinner-Entwürfe sollten anschließend in Gruppenarbeit in der Werkstatt der Meisterschule gebaut werden – so der Plan. Doch aufgrund der Corona-Pandemie mit Lockdown und massiven Präsenzbeschränkungen war die Fertigstellung der Exponate die wahre Herausforderung. Denn der Zugang zu den Werkstätten war extrem eingeschränkt. „Doch auch hier zeigten die Meisterschülerinnen und Meisterschüler, dass sie die Fachkräfte der Zukunft sind und auch als Meister der Organisation bestens vorbereitet werden und sind“, lobte Christopher Markert bei der virtuellen Preisverleihung.

 

 

Die prämierten Werke

Platz 1 in der Kategorie Stehen und Arbeiten im Homeoffice von Malte Hoppen

Das Stehpult bzw. der Steharbeitsplatz wird von einer filigranen Konstruktion aus Eiche und Messingrohren getragen. Die Arbeitsfläche besteht aus einem Materialmix von Mineralwerkstoff und polymerem Glaslaminat in der Trendfarbe Menta. Kleine Schubkästen, die auf Filzstreifen laufen, können den Krimskrams aufnehmen, der an einem Arbeitsplatz anfällt. Ein mittig angeordneter großer Schubkasten bietet Platz für Papier.

 

 

Platz 1 in der Kategorie 1 + 1 = 3 – zwei Elemente, drei Funktionen von Sina Sarah Hitschmann

Das sideboard-ähnliche Möbelstück besteht aus einem Messinggestell, auf dem zwei Korpusse beweglich gelagert sind. Die Korpusse sind durch ihre außergewöhnliche Oberflächengestaltung ein echter Hingucker in jedem Raum. Durch die Kombination von hochglänzenden und matten Flächen aus RAUVISIO crystal Piano, inszeniert als moderne Intarsienarbeit, entsteht die einzigartige Haut des Möbelstücks. Die beiden auf Gehrung gearbeiteten Korpusse sind auf handelsüblichen Schubkastenführungen gelagert und lassen sich nach links bzw. rechts ausfahren. Hier eröffnet sich dem Nutzer die Zusatzfunktion: eine ausklappbare Sitzbank zwischen den Korpussen, die zum Verweilen einlädt.

 

Platz 1 in der Kategorie Taschenentleerer / Flurmöbel von Lukas Weß

Der Entwurf eines Flurmöbels spielt mit dem Kontrast zwischen alt und neu – der Kombination eines historischen Balkens aus einem Fachwerkhaus und den modernen Produkten von REHAU. In die, mit der Kettensäge aus dem rauen Balken geschnittenen Lücken, sind geradlinig-exakte Korpusse und Tablare „gesteckt“, die zur Aufbewahrung der Dinge dienen, die am Wohnungseingang so anfallen.

 

Ein neuer Schulprospekt

Zum Jahresende haben wir in Zusammenarbeit mit dem Grafikdesigner Aaron Rößner aus Grub am Forst ein wichtiges Element unserer Außendarstellung inhaltlich und gestalterisch überarbeitet. Ab Januar werden die neuen Faltblätter unserer Schule in alle Lande versendet. Die Gestaltung wurde dem aktuellen Erscheinungsbild unserer Homepage angepasst.

Darüber hinaus wurde die Homepage inhaltlich ergänzt und sprachlich überarbeitet.

Während das alte Bearbeitungszentrum entschwebt …

Bearbeitungszentrum getauscht

Auch ältere Maschinen leisten gute Dienste, doch die Maschinentechnik und die Software entwickeln sich weiter. Die Meisterschule Ebern hat gehandelt und das CNC-Bearbeitungszentrum getauscht.

Das Bearbeitungszentrum Venture 4M, der Firma Weeke war die am meisten genutzte Maschine in der Werkstatt der Meisterschule Ebern. Obwohl vor einigen Jahren auf die Software Version woodWOP 6 hochgerüstet und obwohl die Maschine auch nach zwölf Jahren noch zuverlässig ihre Dienste versah, wurde der Wunsch nach einer Fünfachs-Maschine immer drängender.

Das Anliegen traf beim Zweckverband der Meisterschule Ebern, wie schon bei vielen Anschaffungen zuvor, auf offene Ohren. Die Aussicht und später auch die Zusage hoher Fördermittel aus dem Förderprogramm des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, Eschborn erleichterten die Entscheidung.

Das neue Bearbeitungszentrum Centateq P-210 (Homag AG) wurde Anfang Oktober in Betrieb genommen. Es hat entscheidende Verbesserungen gegenüber der alten Maschine, die für den Schulbetrieb besondere Vorteile bieten:

Statt der großen, als Not-Aus-Schalter fungierenden Trittmatte, verhindern nun Bumper und Lichtschranken, dass man dem Werkzeug während der Produktion zu nahe kommt. Nähert man sich dem Portal auf eine Distanz die kleiner als 200 mm ist, wird die Vorschubgeschwindigkeit automatisch reduziert.

Große Scheiben sorgen für gute Belichtung des Portal-Innenraums und geben den Blick auf das Geschehen am Werkstück frei. Mit einem Tastendruck am Portal lässt sich die Absaughaube während der Bearbeitung heben und senken. Drückt man die entsprechende Taste am Hand-Bediengerät, hebt sich ebenfalls die Absaughaube, doch die Vorschub Bewegung des Aggregats hält nur so lange an, wie die Handtaste gedrückt ist. Eine hervorragende Unterstützung für Probeläufe.

Die gesamte Software ist zwar komplexer geworden, jedoch sind die einzelnen Module sehr gut aufeinander abgestimmt. Viele Verbesserungen gegenüber der älteren woodWOP-Generation, des Simulators und der Maschinensteuerung erleichtern die Bedienung und machen die Nutzung sicherer. Alle Bearbeitungen lassen sich vor dem Zerspanen realistisch simulieren und werden während des Arbeitsprozesses durch eine Kollisionskontrolle in Echtzeit überwacht.

Das sind gute Aussichten auf weitere Jahre zukunftsweisendes Lernen!

 

Während das alte Bearbeitungszentrum entschwebt …

 

… hat das neue schon fast wieder Bodenkontakt.

 

Große Freude über das neue Schwergewicht: Fachlehrer Alexander Schramm, Schulleiter Dr. rer. nat. habil. Oliver Dünisch und Fachlehrer Willi Brokbals (von links).

Drechselkurse und Schnitzkurse werden derzeit nicht angeboten